Darmgesundheit

Naturheilpraxis Lebenszeit - Darm und Ernährung

Wenn die Wurzeln gesund sind, hat ein Baum saftige, grüne Blätter an den Ästen. So wie ein Baum auf seine Wurzeln angewiesen ist, so sind wir es auf unseren Darm. Der Darm verdaut die Nahrung, nimmt Nährstoffe auf, bildet das Immunsystem aus und produziert das Glückshormon Serotonin.

Die Darmschleimhaut entscheidet, welche Stoffe in den Körper aufgenommen und welche direkt ausgeschieden werden. Bei einem Leaky Gut Syndrom („löchriger Darm“) kommen Substanzen in den Körper, welche die Leber belasten und zu Entzündungen führen können. Bei einer schlechten Schleimhautbarriere kann es  z. B. zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Histaminintoleranz, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, etc.) oder Allergien (Heuschnupfen, etc.) kommen.

 

Wie kommt es zu einer „löchrigen“ Darmschleimhaut?

Hierbei spielt die Ernährung eine große Rolle. Es gibt Lebensmittel, die Entzündungen an der Darmschleimhaut auslösen können. An den entzündeten Stellen wird der Darm „löchrig“, d. h. er wird für Substanzen durchlässig, die normalerweise nur im Darm vorkommen. Die problematischen Lebensmittel sind individuell sehr verschieden und können über einen Antikörpertest im Blut nachgewiesen werden. Zudem kann die Schleimhaut durch Pestizide, Medikamente und sonstige Stoffe zusätzlich geschwächt werden.

 

Darmgesundheit - Naturheilpraxis Lebenszeit - Lisa-Maria Christel

Welche Aufgabe haben unsere Darmbakterien?

Die Darmbakterien sind maßgeblich daran beteiligt, dass alle Lebensmittel richtig aufgespalten  und verdaut werden können.  Nur so können Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Eiweiße und Fette aus der Nahrung aufgenommen werden. Wenn der Darm in seiner Arbeit gestört ist, kann ein Mangel an Vitalstoffen entstehen, der längerfristig zu den unterschiedlichsten Symptomen führt.

 

Was hat guter Schlaf und gute Laune mit dem Darm zu tun?

In der Darmwand werden Botenstoffe wie Serotonin, unser „Glückshormon“, gebildet. In der Nacht wird Serotonin zu Melatonin, unserem „Schlafhormon“, umgewandelt. Folglich hat man bei einem Serotoninmangel auch einen Mangel an Melatonin und schläft nicht gut. Es kommt in der Nacht zu Ein- und Durchschlafstörungen und am Tag zu Müdigkeit und Leistungsschwäche. Längerfristig kann dies zu Stimmungsschwankungen und Depressionen führen. Der Darm und das Gehirn sind auf verschiedene Weise im ständigen Austausch miteinander. Daher gibt es seit einigen Jahren den Begriff „Bauchhirn“.

 

Wie ist der Darm an der Ausbildung des Immunsystems beteiligt?

Über die Nahrung werden jeden Tag Organismen wie Bakterien, Pilze und Viren aufgenommen. Die meisten davon sind harmlos. Für den Fall, dass bedenkliche Keime dabei sind, muss das Immunsystem zur Abwehr bereit sein. Daher sitzt ein sehr großer Teil des  Immunsystems im Darm. Hier absolvieren die Immunzellen auch eine Art „Trainingslager“. Sie lernen hier die unterschiedlichsten Substanzen und Keime kennen. Zudem müssen sie das körpereigene Gewebe von diesen unterscheiden können. Daher spielt der Darm auch bei der Entstehung von Autoimmunerkrankungen eine Rolle.