Durch Medikamente erhöhter Bedarf an Vitalstoffen
14. Dezember 2017

Jede zehnte Frau entgiftet nicht richtig! Eine Ursache: HPU – Hämopyrrollactamurie

Eine genetische Auf- und Abbaustörung des roten Blutfarbstoffes sorgt für einen vermehrten Mikronährstoffbedarf. Diese Nährstoffe sind im Körper an vielen verschiedenen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Wenn der erhöhte Bedarf nicht gedeckt wird, können unterschiedliche Symptome entstehen.

Betroffen sind vor allem Vitamin B6, aber auch einige Mineralien und Spurenelemente. Diese werden bei unterschiedlichen Entgiftungsvorgängen, beim Aufbau der Schleimhaut, im Hormonhaushalt und bei der Energiegewinnung benötigt.

Welche Symptome können entstehen? Wenn die Schleimhaut nicht richtig aufgebaut wird, kann sich das in Verdauungsbeschwerden, Infektanfälligkeit, Hautprobleme oder Allergien äußern. Auf hormoneller Ebene kann es zu Schilddrüsenfunktionsstörungen und Zyklusunregelmäßigkeiten kommen. Eingelagerten Giftstoffe und die fehlende Nährstoffe blockieren die Energiegewinnung in unseren Zellen. Muskelschwäche, rasche Erschöpfung, Müdigkeit, Stressempfindlichkeit, Schlafstörungen und verminderte Konzentrationsfähigkeit sind die Folgen. Die Symptome werden chronisch und häufig wird keine Ursache gefunden.

Gehöre ich dazu? Ein einfacher Urintest kann beweisen, ob HPU (Hämopyrrollaktamurie) bei Ihnen vorliegt. Die Therapie mit den verschiedenen Mikronährstoffen ist relativ einfach. Durch die Gabe der fehlenden Vitamine, Mineralien und Spurenelemente werden viele Stoffwechselvorgänge wieder angekurbelt und vor allem Giftstoffe gelöst, die der Körper verarbeiten muss. Damit keine neuen Symptome auftreten, sollte die Therapie unter therapeutischer Aufsicht stattfinden.

 

Quellen und weiterführende Informationen:

– Dr. Tina Maria Ritter, Dr. Liutgard Baumeister-Jesch: Stoffwechselstörung HPU – für Patienten und Therapeuten, VAK Verlags GmbH, 2014

– Natur & Heilen, Ausgabe September/2017, Unbekannte Pyrrolurie: Die oft verkannte Stoffwechselstörung